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- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
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- Die biblische Sicht von Gott
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Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
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Geschrieben von Markus Schumacher im Juli 2012

„Wir wissen aber, dass der Sohn GOTTES gekommen ist und uns Verständnis gegeben, damit wir DEN WAHRHAFTIGEN erkennen; und wir sind in DEM WAHRHAFTIGEN, in SEINEM Sohn Jesus Christus. Dieser ist DER wahrhaftige GOTT und das ewige Leben.“ 1.Johannes 5,20

Etliche Vertreter der Trinitätslehre sind der Ansicht, dass der Herr Jesus an dieser Stelle wahrhaftiger GOTT/Gott genannt wird. Sie begründen dies damit, dass das Wörtchen „dieser“ (houtos) sich unmittelbar Jesus Christus anschließt. Also müsse sich „dieser“ auf Jesus Christus beziehen. Auch der Schreiber dieses Aufsatzes, war früher von diesem Argument überzeugt und hielt es für eine treffliche Waffe gegen Zeugen Jehovas und andere Bestreiter der Gottheit Jesu. (Oft genügt ja schon der Hinweis darauf, dass eine bestimmte Organisation eine andere Sichtweise vertritt, dass diese falsch und irrig sein muss.)

Doch bezieht sich das Wörtchen „dieser“ tatsächlich auf Jesus Christus? Ist es so, dass sich das zuletzt genannte Subjekt eines Satzes immer auf das sich daran anschließende Wörtchen „dieser“ beziehen muss? Durchaus nicht und dafür werden im Folgenden einige Beispiele aus dem Neuen Testament angeführt:

„Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Dieser ist der Antichrist, der DEN VATER und den Sohn leugnet.“ 1.Johannes 2,22

„Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht Jesus Christus im Fleisch gekommen bekennen, dieser ist der Verführer und der Antichrist.“ 2.Johannes 7

„bis ein anderer König über Ägypten aufstand, der Joseph nicht kannte. Dieser handelte mit List gegen unser Geschlecht und misshandelte die Väter, so dass sie ihre Säuglinge aussetzen mussten, damit sie nicht am Leben blieben.“ Apostelgeschichte 7,18-19

„Diesen Mose, den sie verleugneten, indem sie sagten: „Wer hat dich als Oberpriester und Richter eingesetzt?“, den hat GOTT zum Obersten und Retter gesandt durch die Hand des Engels, der ihm in dem Dornbusch erschien. Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im Land Ägypten und im Roten Meer und in der Wüste 40 Jahre.“ Apostelgeschichte 7,35-36

„Das ist der Mose, der zu den Söhnen Israels sprach: „Einen Propheten wie mich wird euch GOTT aus euren Brüdern erwecken.“ Dieser ist es der in der Gemeinde in der Wüste gewesen ist mit dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete und mit unseren Vätern. Er empfing lebendige Aussprüche, um sie uns zu geben.“ Apostelgeschichte 7,37-38

An diesen Stellen wird deutlich, dass sich houtos (dieser) nicht auf das zuletzt genannte Subjekt bezieht, sondern auf ein schon vorher erwähntes Subjekt.

Ansonsten wäre Jesus der Antichrist, Joseph der Schinder seines Volkes, der Engel wäre Moses usw.

Worauf sich das Wörtchen „dieser“ wirklich bezieht, hängt also von der Aussage und dem Inhalt der jeweiligen Stelle bzw. der Sätze ab.

Daher gibt es keinen Grund, warum sich das Wörtchen „dieser“ in 1.Joh. 5,20 nicht auf DEN vorher genannten WAHRHAFTIGEN beziehen sollte. Abgesehen davon hatte doch Johannes seinen Lehrer und Herrn beten hören, dass DER VATER allein wahrhaftiger GOTT ist.

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie DICH, DEN allein wahren GOTT und den DU gesandt hast, Jesus Christus erkennen.“ Johannes 17,3

Die letzte Aussage in 1.Johannes 5,20 könnte auch folgendermaßen übersetzt werden: „Dieser ist DER wahre GOTT und das ewige Leben.“ Und die Aussage Jesu könnte ebenso lauten: „DEN allein wahrhaftigen GOTT.“ Denn hier wurde jeweils das gleiche Wort (alethinon/alethinos) einmal mit „wahren“ und ein anderes Mal mit „wahrhaftiger“ übersetzt. Daher kann DER allein wahre GOTT gemäß Johannes 17,3 kein anderer als DER wahre GOTT nach 1.Johannes 5,20 sein. "Dieser" in 1.Johannes 5,20 bezieht sich somit auf DEN VATER bzw. DEN im Text vorher erwähnten WAHRHAFTIGEN.

Zu bedenken ist auch, dass schon in den Versen 18 – 19 3mal von GOTT die Rede ist und damit kann nach dem Zusammenhang des Briefs nur DER VATER gemeint sein.

„Wir wissen, dass jeder der aus GOTT geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus GOTT geborene bewahrt ihn, und der Böse tastet ihn nicht an. Wir wissen, dass wir aus GOTT sind, und die ganze Welt liegt in dem Argen.“

Darauf folgt die Aussage: „Wir wissen, aber dass der Sohn GOTTES gekommen ist.“ Gemäß einfacher sprachlicher Logik ist der Sohn GOTTES aber nicht GOTT sondern unterschieden von GOTT. Im Griechischen wird diese Unterscheidung noch verstärkt, weil es wörtlich lautet: der Sohn DES GOTTES... (Quelle: Interlinear-Übersetzung).

Da nun der Sohn DES GOTTES gekommen ist, damit wir DEN WAHRHAFTIGEN erkennen, kann DER WAHRHAFTIGE niemand anders sein als DER VATER, von welchem Jesus sagte, dass ER DER allein wahrhaftige/wahre GOTT ist. Also ist DER WAHRHAFTIGE auch der vorher 3mal  erwähnte GOTT. Außerdem unterscheidet nicht nur der Titel Sohn (DES) GOTTES Jesus ausdrücklich von GOTT, sondern auch der Titel Christus (Gesalbter). Ein Gesalbter kann überhaupt nicht GOTT sein, auch nicht der höchste und mächtigste Gesalbte. Ein Gesalbter ist und bleibt immer ein Geschöpf. Denn GOTT, DER SCHÖPFER, ist GEIST und benötigt keinerlei Salbung.

„GOTT ist GEIST und die IHN anbeten, müssen im Geist und Wahrheit anbeten.“ Johannes 4,24

Fazit: Der Vater ist der wahrhaftige Gott,
Jesus Christus ist der Sohn des wahrhaftigen Gottes.

 

   
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