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Joel Hemphill
Ehre sei Gott in der Höhe
- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
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Joel Hemphill:
Gott sei die Ehre
- Die biblische Sicht von Gott
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Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
- Die selbst zugefügte Wunde der Christenheit
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GOTT ist EINER (Gal 3,20)PDF


Liebe Geschwister

viel zu lange schon lässt der neue Rundbrief auf sich warten. Ich bitte um Entschuldigung. Hinter uns liegen sehr ausgefüllte Monate. Eine besondere Freude war es für meine Frau und mich, dass wir im Sommerurlaub an verschiedenen Orten einige neue Geschwister kennen lernen durften. Diese Gemeinschaft erlebten wir immer als sehr erquickend, sowohl ihrer wie auch unsererseits.

So Gott will und wir leben wollen wir 2014 an Himmelfahrt (29. Mai bis 1. Juni) wieder eine Konferenz, ein Treffen anbieten, wo diese Gemeinschaft und der Austausch weiter vertieft werden kann. Zu ersten Vorbereitungen haben wir uns im Team Mitte Oktober getroffen und demnächst soll schon die Einladung mit Anmeldung verschickt werden.
Mit der biblischen Prophetie haben manche Geschwister verständlicherweise Schwierigkeiten, dennoch möchte ich eine solche Stelle aufgreifen und etwas darauf eingehen:

Jes. 49,1-6 Hört auf mich, ihr Inseln, und horcht auf, ihr Völkerschaften, [die ihr] von fernher seid! Der HERR hat mich berufen vom Mutterleib an, hat von meiner Mutter Schoß an meinen Namen genannt
2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, hält mich versteckt im Schatten seiner Hand. Und er hat mich zu einem geschärften Pfeil gemacht, hat mich verborgen in seinem Köcher.
3 Und er sprach zu mir: Mein Knecht bist du, Israel, an dem ich mich verherrlichen werde.-
4 Ich aber sagte: Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft verbraucht. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.-
5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an für sich zum Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen und damit Israel zu ihm gesammelt werde- und ich bin geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott ist meine Stärke geworden-,
6 ja, er spricht: Es ist zu wenig, daß du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich [auch] zum Licht der Nationen, [daß] mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Ich denke, in diesem Abschnitt geht es um den Herrn Jesus, den Messias Gottes, auch wenn dieser Knecht Gottes in Vers 3 „Israel“ genannt wird und Gott sich in der Tat an ihnen verherrlichen wollte. Es geht um den Herrn Jesus, auch wenn Paulus und Barnabas den Vers 6 so zitieren, dass man meinen könnte, es ginge um die beiden.

Apg 13,47-48: Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig: Zu euch musste notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von euch stoßt und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen. 47Denn so hat uns der Herr geboten: "Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, dass du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde."

Laut Vers 1 geht dieses Wort an alle Nationen – alle sollen auf den Knecht JHWH’s (des HERRN) hören, selbst auf den „einsamen Inseln“, um es mit meinen Worten zu sagen. „Von Mutterleib an…“ in Vers 1 u. 5 unterstützt nicht gerade den Gedanken der Präexistenz Jesu. Das sei nur nebenbei bemerkt.

Vers 2 klingt wie eine Art Wortspiel: Einerseits „zu einem scharfen Schwert und geschärften Pfeil gemacht“, andererseits „verborgen im Schatten und versteckt im Köcher“. Einerseits ist der Herr Jesus vorbereitet, andererseits ist die Zeit noch nicht da, da er „die Nationen hüten wird mit eisernem Stab“ wie Ps. 2,9; Off 2,26-28a und Off 19,15 es beschreiben.
Zunächst sah es so aus, als ob der Herr Jesus vergeblich gelebt hätte. So beschreibt es Vers 4. Menschlich betrachtet hat er viel Gutes gesagt und getan, sich aber scheinbar vergeblich abgemüht. Er klagte über Jerusalem: … wie oft … und ihr habt nicht gewollt (Mt 23,37). Er ist schließlich am Kreuz gestorben, ohne die ihm verheißene Herrschaft anzutreten. Von dieser Herrschaft redeten viele Stellen im AT, davon sprach auch der Engel Gabriel in Lk 1,32, und diese erwarteten seine Jünger, auch oder gerade nach seiner Auferstehung. Sie fragten in Apg 1,6: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Er weiß den Zeitpunkt nicht, auch das überlässt er dem, der gerecht richtet, wie in 1.Pet 2,23 geschrieben steht.
Vers 5 beschreibt die Sendung des Messias zuerst für das Volk Israel. Das war der vordringlichste Auftrag. So sagte Petrus in seiner zweiten Predigt: Euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und ihn gesandt, euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von seinen Bosheiten abwendet (Apg 3,26). Den Juden zuerst, und auch den Heiden - das ist ebenso die Botschaft des Paulus.
Der letzte Teil von Vers 5 redet von der Ehre, welche dem Knecht JHWH’s gegeben wird, desgleichen auch Joh 8,50: Ich aber suche nicht meine Ehre: Es ist einer, der sie sucht und der richtet.

In Vers 6 sagt Gott über seinen Knecht, dass er ihn zum Licht der Nationen mache und somit sein Heil bis an die Enden der Erde reicht. Damit wird Israel nicht durch die Nationen ersetzt, auch wenn einige Zweige ausgebrochen sind (Röm 11). Ihnen gelten zuerst die Verheißungen und der Segen Abrahams. Und wer sich zum Herrn bekehrt, wird in diesen Ölbaum eingepfropft, aus Israel und aus den Nationen.

Soweit meine Gedanken. Es gibt gewiss noch mehr zu entdecken in diesem Text. Gott sei gepriesen für seine Gnade, zu der nun auch wir Zugang haben, die wir einst nicht zu seinem Volk gehörten. Im Namen Jesu sei ihm der Dank.

Hinweisen möchte ich gerne noch auf die Übersetzung des Buches von Anthony Buzzard: „Jesus Was Not a Trinitarian“, zu Deutsch: „Jesus war kein Trinitarier“. Zurzeit ist steht noch nicht fest, wann es als Buch gedruckt werden wird, deshalb kann es als PDF-Datei (256 Seiten) frei heruntergeladen werden bei:

http://focusonthekingdom.org/books.html 
www.trinitaet.com

Seid nun ganz herzlich gegrüßt und der Gnade unseres Herrn Jesus Christus anbefohlen  

Euer  Stephan Gerber

 

   
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