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Joel Hemphill
Ehre sei Gott in der Höhe
- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
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Joel Hemphill:
Gott sei die Ehre
- Die biblische Sicht von Gott
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Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
- Die selbst zugefügte Wunde der Christenheit
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GOTT ist EINER (Gal 3,20) PDF


Liebe Geschwister (April 14)

Der Herr Jesus betete zu seinem Vater und sprach: "Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." (Joh 17,3)

Hin und wieder kann man hören, dass dieser Vers ein Beweis dafür sei, dass Jesus Christus Gott ist, denn warum sonst müsse er ebenso erkannt werden wie sein Vater? Eine Gleichheit sei hier zu erkennen, das heiß, Jesus ist genauso Gott wie sein Vater. Auch in einem Forum im Internet wurde so ähnlich argumentiert: Jesus Christus stehe in diesem Vers auf derselben Stufe wie sein Vater, deswegen ist Jesus Christus auch Gott.

Zum einen wird dabei der eigentliche Sinn der Worte ignoriert. Vielmehr liest man "Jesus und der Vater", betont also nur dieses "und" und blendet den weiteren Text fast völlig aus. Hinzu kommt die Tatsache, daß man das Wort "Christus" nicht als "der Gesalbte" bzw. "der Messias" versteht, sondern dabei eher von einem Zweitnamen Jesu ausgeht. Ganz zu schweigen vom gesamten Zusammenhang.

Das sogenannte "Hohepriesterliche Gebet", aus dem dieser Vers stammt, gehört wohl zu den wunderbarsten Abschnitten in der gesamten Heiligen Schrift und gewährt uns einen tiefen Einblick in das Verhältnis Jesu zu seinem Vater und seine Liebe und Fürsorge für seine Nachfolger.

Wie aber verhält es sich nun mit Vers drei? Warum soll man den Vater und Jesus, den Messias, erkennen, wenn doch der Vater allein der wahre Gott ist? Die Antwort scheint mir so plausibel wie einfach zu sein: Wer um das Ziel weiß, dem nutzt es herzlich wenig, es sei denn, er erkennt auch den Weg zu diesem Ziel. Und für so manchen Leser dürfte jetzt sogleich Joh. 14,6 im Gedächtnis aufleuchten, wo der Herr Jesus sagte: "Ich bin der Weg ... niemand kommt zum Vater als durch mich." Der Herr Jesus ist offensichtlich nicht das Ziel, er ist nicht "unser Ziel in Ewigkeit" wie es in einem Lied heißt, sondern er ist der Weg, der einzige Weg, der zum Ziel führt. Aber das Ziel ist nicht er selbst, sondern der Vater. Deswegen ist beides unerlässlich: Den Vater, den allein wahren Gott, zu erkennen, und ebenso den Herrn Jesus, seinen Gesalbten. Wer Jesus als den Weg erkannt hat und diesem Weg folgt, wird somit seinen Worten glauben, daß der Vater allein wahrer Gott ist, denn sonst verlässt er den Weg bereits wieder. Und wie schnell geschieht es doch, dass man vom rechten Weg abweicht. Möge der Herr uns führen und uns Gnade geben, immer wieder auf den rechten Weg zurückzukehren. Dabei wollen wir auch anderen in Liebe und Sanftmut eine Hilfe dazu sein.

Es geht bei der Erkenntnis, wer der wahre Gott und wer Jesus Christus ist, um nichts weniger als das ewige Leben: "Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." (Joh 17,3)

Ostern steht vor der Tür und somit ein Gedenken an Jesu Tod und Auferstehung in besonderer Weise. Ich möchte einmal mehr daran erinnern, dass meist korrekt darüber gepredigt wird, dass der Herr Jesus auferstanden sei. Das sollte auch so beibehalten werden. Was ich allerdings vermisse ist die Betonung in der Predigt, dass Jesus Christus von Gott auferweckt wurde. Nach Röm 10,9 ist es heilsnotwendig, das zu glauben. Dort heißt es: Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden. Vielleicht hört jemand von Euch eine Predigt mit dieser Tatsache als Hauptaussage. Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mir kurz davon berichten würdet, ich suche schon lange danach. Wenn Ihr Gelegenheit habt, so sprecht Eure Prediger einmal darauf an, jedoch bitte auch dies in Liebe und Sanftmut.

 

Die GOTT ist EINER-Konferenz rückt immer näher und Ende April ist Anmeldeschluss. Wir sind aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl im Bürgerhaus in Nidda/Ober-Schmitten, das Gästehaus in Bad Salzhausen wurde zu klein dafür. Wer bisher unentschlossen war, kann also noch an der Konferenz teilnehmen, allerdings sind die günstigen Übernachtungsmöglichkeiten inzwischen belegt. In Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels sind aber noch Unterkünfte zu finden. Zur Information füge ich Euch die aktualisierte Einladung an.

Seid für heute herzlich gegrüßt mit Phil 1,9-11: Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überreich werde in Erkenntnis und aller Einsicht, damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird, zur Herrlichkeit und zum Lobpreis Gottes.

Euer Stephan Gerber

 

   
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