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Ehre sei Gott in der Höhe
- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
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Gott sei die Ehre
- Die biblische Sicht von Gott
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Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
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GOTT ist EINER (Gal 3,20) PDF


Alle Jahre wieder…

Alle Jahre wieder beschäftigen uns dieselben Themen, mal mehr und mal weniger. Alle Jahre wieder hört man zur Weihnachtszeit hin vermehrt landauf landab, dass Gott Mensch geworden sei. Alle Jahre wieder sagt (singt) so manch einer: „Ich muss zur Weihnacht in Bethlehem sein.“

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“ Darüber haben wir uns einst in einem Bibelkreis etwas unterhalten. Nüchtern betrachtet ist dieses Lied eine Farce. Meine Mutter meinte im Verlauf des Gesprächs, dass es ja nur ein Kinderlied sei – um dann doch zu resümieren: „Eigentlich sollte man auch Kindern die Wahrheit sagen.“ Die christliche Welt scheint jedoch weit davon entfernt zu sein, sich allein der Wahrheit anzuschließen. Dieses Liedchen wird fröhlich weiter gesungen und geflötet. Alle Jahre wieder. Es versetzt uns in so eine schön heimelige Stimmung.

Der Gegensatz zur Heiligen Schrift könnte jedoch kaum krasser sein. Es steht hier das „alle Jahre wieder“ gegenüber dem „ein für allemal“ der Bibel. Im Hebräerbrief finden wir einen Abschnitt, der genau diese beiden Seiten einander gegenüberstellt. Ich habe ihn hier eingefügt und die entsprechenden Worte farblich hervorgehoben.

Heb 9,24–10,15a Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Gegenbild des wahren Heiligtums, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen, auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alljährlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht - sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an -; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne Beziehung zur Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten. Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich darbringen, die Hinzunahenden für immer vollkommen machen. Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben, weil die den Gottesdienst Übenden, einmal gereinigt, kein Sündenbewußtsein mehr gehabt hätten? Doch in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden; denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnehmen. Darum spricht er, als er in die Welt kommt: »Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet; an Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen gefunden. Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, um deinen Willen, o Gott, zu tun.« Vorher sagt er: »Schlachtopfer und Opfergaben und Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, auch kein Wohlgefallen daran gefunden« - die doch nach dem Gesetz dargebracht werden -; dann sprach er: »Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun« - er nimmt das Erste weg, um das Zweite aufzurichten -. In diesem Willen sind wir geheiligt durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die niemals Sünden hinwegnehmen können. Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes. Fortan wartet er, bis seine Feinde hingelegt sind als Schemel seiner Füße. Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist.

Es ist eine wunderbare Tatsache, dass durch dieses eine Opfer eine vollkommene und für alle Zeiten gültige Erlösung bewirkt wurde. Durch das vergossene Blut unseres Herrn Jesus Christus wird die Sünde wirklich gesühnt, ein für allemal. Er musste nicht oftmals leiden durch die Geschichte der Menschheit hindurch, sondern er hat mit einem Opfer die Vergebung für alle erwirkt, die an ihn glauben. Er wird wieder kommen, und zwar zu dem Zeitpunkt, den sein Vater bestimmt hat. Dann aber ohne Beziehung zur Sünde zum Heil derer, die ihn erwarten. Wie wird er uns dann wohl antreffen? Werden wir in der Wahrheit wandeln, oder halten wir zugleich an der Lüge fest?

Ich befürchte, dass weiterhin Wahrheit und Lüge miteinander Hand in Hand unterwegs sein werden. Wie kann das gestoppt werden? Was können wir dagegen tun? Ich weiß es nicht. Die Tradition hat zwar eine unglaubliche Macht, aber Gottes Wort ist stärker. Lasst uns die Wahrheit bekennen in Liebe (Eph 4,15), wo irgend sich die Gelegenheit dazu bietet, begleitet vom Gebet zu Gott und im Vertrauen auf den, der selbst gesagt hat: Ich bin die Wahrheit (aus Joh. 14,6). Er kommt nicht alle Jahre wieder, aber der Zeitpunkt seiner Wiederkunft steht bevor.

F.F. Bruce schrieb 1981 in einem Brief an Anthony Buzzard: Menschen, die einzig im Glauben an der Bibel festhalten (wie sie meinen), halten oftmals tatsächlich an einer traditionellen Interpretation des sola scriptura (d.h.: allein die Schrift) fest. Evangelikale und Protestanten können genauso Diener von Traditionen sein wie Römisch-Katholische oder Griechisch-Orthodoxe, nur dass sie nicht realisieren, dass es Tradition ist.

Ob jemand nun an Advent und Weihnachten festhält, oder aufgrund des heidnischen Ursprungs ablehnt; wir wollen die gegebene Zeit nutzen zum Einstehen für die Wahrheit und uns durch die Wahrheit heiligen lassen. Der Herr Jesus hat seinen Vater für seine Nachfolger gebeten: Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. (Joh 17,17)

Seid in diesem Sinne herzlich gegrüßt und unserem treuen Schöpfer anbefohlen

Euer Stephan Gerber

 

   
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