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Joel Hemphill
Ehre sei Gott in der Höhe
- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
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Joel Hemphill:
Gott sei die Ehre
- Die biblische Sicht von Gott
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Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
- Die selbst zugefügte Wunde der Christenheit
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Der Messias (Gesalbter) und seine Gemeinde als Gegenstände der besonderen Verheißung, Erwählung und Vorsehung GOTTES.

„und du Bethlehem Efrata, das du klein bist unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird MIR hervorgehen, welcher Herrscher über Israel sein soll und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.“ Micha 5,1

Der Text spricht zunächst von dem Hervorgehen des Messias/Christus aus der Einwohnerschaft Bethlehems. Dann wird ein Blick auf den weiteren Ursprung des Messias/Christus geworfen. Wo liegt der Ursprung des Messias/Christus?

Er liegt im Plan, im Wort und in der Verheißung GOTTES, welcher alles im Blick auf den zukünftigen Messias geschaffen und eingerichtet hat. Aufgrund SEINES Heilsplans hatte GOTT nach dem Sündenfall zu der Schlange gesagt:

„ICH werde Feindschaft setzten zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen, er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“ 1.Mose 3,15.

Da die Erfüllung des Wortes GOTTES in den konkreten Nachkommen erwartet wurde, liegen die Ursprünge des Messais/Christus genau darin. Im Wort der Verheißung GOTTES und in der Vorsehung GOTTES war der Messias schon da. Micha 5,1 kann sogar auf die Genetik des Messias/Christus hin ausgelegt werden, wenn man eine Aussage aus dem Hebräerbrief mit hinzunimmt.

„denn er (Levi) war noch in den Lenden seines Vaters (Abraham war der Urgroßvater Levis), als Melchisedek ihm entgegenging.“ Hebräer 7,10

Ähnlich war der Messias auch aufgrund der Verheißung GOTTES in den Lenden seiner Vorfahren, und somit auch schon in Adam.

Das NT ist gespickt mit unterschiedlichen Aussagen zur Präexistenz Jesu Christi und der Gemeinde in der Erwählung und Vorsehung GOTTES

So sagt der Apostel Petrus, dass Jesus Christus als reines und vollkommenes Opferlamm vorher erkannt (vorhergesehen) worden ist.

„sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. Er ist zwar im Voraus vor Grundlegung der Welt erkannt, aber am Ende der Zeiten offenbart worden.“ 1.Petrus 1,19-20

GOTT hat also Jesus Christus vor Grundlegung der Welt zum  fehlerlosen und fleckenlosen Opferlamm erwählt und bestimmt. Von dem geschlachteten Lamm wird in der Offenbarung gesagt, dass es schon von Grundlegung der Welt an geschlachtet war:

„und alle die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, jeder dessen Name nicht geschrieben ist im Buch es Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an.“ Offenbarung 13,8

Die erste Person, welche von GOTT erwählt wurde, ist Jesus Christus gewesen. Paulus sagte daher:

„wie ER (GOTT) uns in ihm (Jesus Christus) auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadellos seien vor IHM in Liebe.“

Jesus Christus war also schon von GOTT erwählt und dann erwählte GOTT in ihm die gesamte Gemeinde. Nach GOTTES eigenem Vorsatz und GOTTES Gnade wurden die Berufenen errettet:

„DER uns errettet und berufen hat, mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach SEINEM eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben...“ 1.Timotheus 1,9

Nach diesem Wort wurde den an den Herrn Jesus Gläubigen die Gnade, berufen zu werden, bereits vor ewigen Zeiten gegeben. Jesus selbst sprach davon, dass den Auserwählten (den Schafen) das Reich von Grundlegung der Welt an bereitet war:

„Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: „Kommt her, Gesegnete meines VATERS, erbt das Reich, das euch bereitet ist, von Grundlegung der Welt an.“ Matthäus 25,34

Den Gesegneten gehört das Reich, welches GOTT schon von Anfang an bereitet hat. Sie nehmen es in Empfang, wenn sie vor dem himmlischen König Jesus stehen. Im hohepriesterlichen Gebet in Johannes 17 macht Jesus einige Aussagen tiefsten Glaubens. So bittet Jesus DEN VATER, ihm die Herrlichkeit zu geben, welche er bereits bei DEM VATER gehabt hat:

„Und nun verherrliche DU, VATER mich bei DIR selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei DIR hatte, ehe die Welt war.“ Johannes 17,5

Die Herrlichkeit des Himmels ist GOTTES Herrlichkeit. Jesus erbittet vom VATER, ihn in SEINE eigene Herrlichkeit aufzunehmen und ihn somit zu verherrlichen. Jesus hatte die Herrlichkeit schon in GOTTES Voraussicht und Plan, nun soll dies auch bei GOTT im Himmel selbst verwirklicht werden.

Dieses Gebet betet der historische Mensch Jesus mit einem rein menschlichen Bewusstsein. Aus diesem Grund kann die Ansicht, Jesus habe als ein himmlisches Wesen schon vor der Erschaffung der Welt in der Herrlichkeit GOTTES existiert, nicht richtig sein. In jenem Gebet gibt es noch eine andere Aussage, in welcher Jesus davon spricht, vom VATER schon vor Grundlegung der Welt geliebt worden zu sein.

„VATER ich will, dass die, welche DU mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die DU mir gegeben hast, denn DU hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“ Johannes 17,24

An dieser Stelle erwähnt Jesus erneut die Herrlichkeit, welche GOTT ihm in SEINEM Plan und SEINER Voraussicht gegeben hat und Jesus begründet dies mit der Liebe, welche GOTT bzw. DER VATER vor Grundlegung der Welt gehabt hat. Einen Vers vorher spricht Jesus von der Liebe DES VATERS zu allen Jüngern:

„ich in ihnen und DU in mir, auf dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass DU mich gesandt und sie geliebt hast, wie DU mich geliebt hast.“ Johannes 17,23

Dies bedeutet, dass GOTT sowohl Jesus als auch die Schar der Erwählten mit gleicher Liebe geliebt hat und zwar schon vor Grundlegung der Welt (Vers 24). Dies wiederum stimmt mit Epheser 1,4-5 nach der Übersetzung von Hermann Menge überein:

„in ihm hat ER uns ja schon vor Grundlegung der Welt dazu erwählt, dass wir heilig und unsträflich vor SEINEM Angesicht dastehen und hat uns in Liebe durch Jesus Christus zu Söhnen, die IHM angehören sollen, vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen SEINES Willens.“

Das Verständnis, welches Jesus, Paulus und Petrus haben, entspricht ganz dem jüdischen Denken der damaligen Zeit. Nach rabbinischer Lehrtradition gehören die Thora und der Messias zu den ersten Dingen, die noch vor der Erschaffung des Universums in den Gedanken GOTTES aufgestiegen sind. Der Plan, den Messias hervorzubringen, ging somit dem Plan, seine Vorfahren hervorzubringen, voraus. Somit lässt sich verstehen, warum Jesus den ihm feindlich gesinnten Juden sagt, schon vor Abraham gewesen zu sein:

„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ehe Abraham wurde, bin ich.“ Johannes 8,58

Jesus sagte hier etwa sinngemäß: Ehe Abraham wurde, in dem er in den Gedanken GOTTES aufgekommen ist, bin ich geworden, weil ich in den Gedanken GOTTES vor Abraham aufgekommen bin. Nach dem Zusammenhang von Johannes 8,37-50 hat sich Jesus ganz klar als einen Menschen bezeichnet, welcher die Wahrheit sagt, welche er von GOTT gehört hat (Vers 40). Jesus erklärt, dass er von GOTT ausgegangen ist und nicht von irgendeinem menschlichem oder himmlischen Geschöpf. Jesus argumentiert, dass die ihm feindlich gesinnten Juden ihn deswegen lieben müssten (Vers 42).

Dann wirft Jesus den Juden vor, den Teufel zum Vater zu haben. So wie GOTT, geistlich betrachtet, Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für Jesus ist und GOTT somit sein himmlischer VATER ist, so haben die ihm feindlich gesonnenen Juden einen anderen Ausgangspunkt und eine andere Inspirationsquelle, nämlich den Teufel (Vers 44). Jesus und die ihm angehören sind aus GOTT und hören die Worte GOTTES, die Jesus feindlich gesonnenen Juden dagegen sind nicht aus GOTT und können deswegen das Wort GOTTES nicht hören (Vers 47). Die Juden beschimpfen Jesus und werfen ihm vor, einen Dämon zu haben und ein verachteter und unreiner Samariter zu sein (Vers 48). Jesus verneint den ungeheuerlichen Vorwurf und verweist darauf, dass er seinen VATER ehrt und dass jene Juden ihn trotzdem nicht ehren. Nicht Jesus selbst, sondern DER VATER sucht die Ehre Jesu, weil er GOTTES Messias und Gesandter ist (Vers 49-50). Jesus sagt, wer sein Wort behält, wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit (Vers 51). Die Juden sind über diese Aussage ganz empört und werfen Jesus abermals vor, einen Dämon zu haben. Abraham und die Propheten, welche doch so bedeutende und wichtige Leute waren, sind doch alle gestorben und nun sollen Jesu Worte bewirken, dass Menschen nicht mehr sterben. "Bist du etwa größer als Abraham, die Väter und die Propheten. Du erhebst dich über sie." Der Punkt ist also, dass jene Juden Jesus als kleiner ansehen, als die Väter (Verse 52-53). Jesus sagt darauf wiederum, dass GOTT ihn ehrt und er seine Ehre in gar keiner Weise sucht. Jesus erklärt, dass er GOTT erkannt hat und dass die ihm feindlichen Juden GOTT nicht erkannt haben. Jesus begründet diese Aussage mit dem Halten des von GOTT empfangenen Wortes (Vers 54-55).
Abraham jubelte darüber, dass er die messianische Zeit sehen sollte. GOTT gewährte ihm dieses Vorrecht aufgrund von einer Vision, in welcher er die wunderbare zukünftige Zeit sehen durfte. Die alte Synagoge erzählt, dass sogar Adam schon der Messias von GOTT mittels einer Vision gezeigt worden ist. In der typischen Tradition dieses Denken, steht auch die Aussage Jesu über das Sehen seines (messianischen Tages) durch Abraham mittels einer von GOTT geschenkten Vision (Vers 56).
Die Juden sind wiederum erbost und kritisieren Jesus wegen seines noch niedrigen Lebensalter, das bei weitem nicht ausreiche um alles über die Person Abraham ausgelernt zu haben. Mit ca. 30 Jahren konnte Jesus doch ihrer Meinung nach mit dem Studium Abrahams erst einen Gewissen Anfang gemacht haben (Vers 57).
Der Herr Jesus antwortet darauf und sagt, dass er schon bevor Abraham überhaupt entstand und erwartet wurde, von den Vätern erwartet wurde. GOTT hatte schon Adam die Verheißung über das Kommen des Messias gegeben und so warteten schon Adam, Abel, Seth, Henoch und Noah auf den Messias (Christus). Ja sogar noch bevor Abraham in den Gedanken GOTTES aufgestiegen war, kam der Messias (Christus) in den Gedanken GOTTES auf (Vers 58). Schließlich ist der Messias der Ausgangspunkt von GOTTES Plan und Ratschluss.

Warum also waren die Juden so aufgeregt und wollten Jesus steinigen?

Zum einen wegen der für sie unverständlichen Worte der Verheißung des ewigen Lebens. Zum anderen, weil Jesus sich ihrer Meinung nach etwas anmaßte, was ihm nicht gebührte. Und drittens aus dem Grund, weil Jesus sich als den ersten der Erwählten GOTTES bezeichnet hatte. Und wiederum, weil Jesus ihnen mit seinen Ausführungen bewies, dass er größer war bzw. sein musste, als Abraham.

 

War Jesus vor Johannes (Täufer) ?

 In der Tradition der jüdischen Synagoge und ihrer Denkweise dürfte auch Johannes der Täufer gestanden haben, als er sagte:

„Dieser war es, von dem ich sagte, der nach mir kommt ist vor mir geworden, denn er war eher als ich.“ Johannes 1,15

Jesus war, weil ER nach GOTTES Plan und Ratschluss der Messias sein sollte, der erste Erwählte unter allen Erwählten. Er stieg deutlich vor Johannes dem Täufer in den Gedanken GOTTES auf.

Zum anderen müssen die für den zeitlichen Vorrang verwendeten Worte protos und emprosthen keineswegs notwendiger Weise ein zeitliches Vorne bedeuten. Es ist auch gut möglich, dass sich beide Worte ausschließlich auf den Rang beziehen: Vorne, Erster, Oberer usw. Wenn der Täufer sagt, dass Jesus nach ihm kommen würde, dann meint er Jesu öffentliches Auftreten. Der biologischen Uhr nach war Johannes der Täufer 6 Monate älter als Jesus.

Die Aussage des Täufers könnte etwa gewesen sein: „Der nach mir seinen öffentlichen Dienst beginnt, hat sich so entwickelt, dass er mir voraus ist, weil er bereits solange ich denken kann der Erste über mir gewesen ist. Sogar der bekannte Theologe Leon Morris, sieht in der Aussage des Täufers keinen Hinweis auf eine Präexistenz Jesu. Es passt einfach nicht in den Zusammenhang.

   
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